Herzensschwesternabend

Auf der Suche nach mir selbst – Was ist der Sinn des Lebens?

Elke Kamphuis war bei uns zu Gast und hat uns ihre spannende Lebensgeschichte erzählt.

 

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Sehnsucht will nie das eine, immer nur das andere.

Sie hat kein Ziel und kennt den Weg nicht.

Sehnsucht ist Suche.

 

Dieses Zitat hatte Elke irgendwann einmal in einer Zeitschrift gelesen und es beschrieb genau, wie sie sich lange Jahre fühlte. Sie war auf der Suche. Auf der Suche nach sich selbst, nach irgendwem, nach irgendwas, das ihre Sehnsucht stillen sollte.

Gott hat allem auf dieser Welt schon im Voraus seine Zeit bestimmt, er hat sogar die Ewigkeit in die Herzen der Menschen gelegt. Aber sie sind nicht in der Lage, das Ausmaß des Wirkens Gottes zu erkennen; sie durchschauen weder, wo es beginnt, noch, wo es endet.

Prediger 3, 11

Was bedeutet das für uns?

Gott hat die Ewigkeit in unser Herz gelegt meint, dass wir mit irdischen Vergnügen und Errungenschaften niemals vollkommen zufrieden sein können. Gott hat uns eine rastlose Sehnsucht nach einer vollkommenen Welt gegeben, aber nur er kann diese Sehnsucht stillen. In allem Suchen hier auf Erden werden wir sie nicht finden. Nur wenn Gott an erste Stelle steht, werden wir völlig ganz und gar mit allem ausgefüllt, was uns fehlt. Nur Gott kann unseren Mangel ausgleichen.

Das wusste Elke zu diesem Zeitpunkt aber nicht. Sie kannte Gott nur als höhere, unsichtbare, drohende Instanz. Ihre Mutter glaubte zwar an Gott, benutzte die Bibel aber eher als Zurechtweisung und ihre Frömmigkeit bewirkte in ihrem Leben nichts. Eher im Gegenteil, sie war sehr abergläubisch und dem täglichen Horoskop wurde mehr vertraut als Gottes Wort.

Hinzu kam bei Elke ein enttäuschendes Erlebnis mit einem Pfarrer, so dass sie sich immer mehr vom christlichen Glauben distanzierte und sich auf die Suche nach einer anderen Erfüllung begab. Sie war unzufrieden und unruhig. Innerlich getrieben wusste sie lange nicht, wonach sie eigentlich suchte. Es musste nur irgendwas mit Liebe, mit absoluter Hingabe zu tun haben.

Fragen wie: „Wer bin ich? Was kann ich? Wo sind Fähigkeiten und Grenzen?“ beschäftigten sie. So beschloss sie, zunächst Sozialpädagogik zu studieren und anschließend eine Ausbildung zur Gestalttherapeutin zu absolvieren. In dieser Ausbildung kam sie mit ersten Lehren und Übungen der Esoterik in Berührung. Elke machte mit der Ausbildungsgruppe Fantasiereisen, in denen sie ihre Seele innerlich darauf einstellte, an Plätze wie Strände, Höhlen oder Berge zu reisen, um dort Teile ihres Unbewussten zu entdecken. In Entspannungsübungen wurde sie aufgefordert, ihren Scheitel für kosmische Energie zu öffnen, damit sie durch sie hindurchfließen könne. Beim Ausführen dieser Übungen erlebte Elke tatsächlich, wie Kraft durch ihre Wirbelsäule floss. Es schien ihr, als hätte sie einen neuen Weg gefunden, um mit Gott in Verbindung zu treten. Deshalb bezeichnete Elke sich auch weiterhin als Christin. Sie glaubte ja weiterhin an Gott.

Und genau das ist das Gefährliche an der Esoterik. Sie vermischt alle Religionen miteinander, so dass jeder darin eine Bestätigung für sich findet. Jeder, der die Esoterik praktiziert, hat seine eigene Vorstellung von Gott. Man kann sich mithilfe der Esoterik sein eigenes Gottesbild erschaffen. Somit wird der Mensch zum Maß der Dinge. Gott wird nach dem Bilde des Menschen geschaffen und nach seinen Vorstellungen, was im völligen Gegensatz zur Bibel steht, wo der Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen ist.

Auch in unseren Alltag schleicht die Esoterik sich immer mehr ein, ohne dass wir es bemerken oder wahrnehmen. Wir besuchen Yoga- oder Qigong-Kurse und denken, das sind doch nur harmlose Turnübungen, die unserem Körper guttun. Ein Horoskop lässt sich in jeder Frauenzeitschrift finden. Engelsfiguren sind der Deko-Renner und sie vermitteln uns das Göttliche hübsch und liebevoll. Engel sind lieb und süß und wenn wir dem strafenden Gott nicht begegnen wollen, glauben wir wenigstens an seine Engel und treten mit ihnen in Kontakt. Dass dazu etwas ganz anderes in der Bibel steht, ist vielen nicht bewusst.

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In Offenbarung 22, 8-9 steht: Und als ich dies alles gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um den Engel anzubeten, der es mir gezeigt hatte. Aber er sagte: »Nein, bete nicht mich an! Ich bin ein Diener Gottes, genau wie du und deine Brüder, die Propheten, und alle, die an dem festhalten, was in dieser Schriftrolle steht. Bete Gott an!

Gott setzt Engel als seine Boten ein. Sein Wirken wird durch Engel verkündet, begleitet, unterstützt und ausgeführt. Gott steht an erster Stelle und durch Jesus ist der Weg auch für uns zu Gott frei. Wir sollen nicht mit Engeln in Kontakt treten, sondern uns mit allem direkt an Gott wenden.

Und alle Engel standen rings um den Thron… Und sie fielen vor dem Thron nieder und beteten Gott an. Sie riefen: „Amen! Lob und Herrlichkeit und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Stärke gehören unserem Gott für immer und ewig. Amen!“

Offenbarung 7, 11-12

Es gibt noch viele Beispiele, wie die Esoterik sich in unseren Alltag einnistet, ohne dass wir es bemerken, oder dass wir das, was wir hören, als harmlos oder gar niedlich betrachten.

In Island zum Beispiel gehört es zum Baugenehmigungsverfahren dazu, zu prüfen, ob durch ein Bauvorhaben Kulturgut beschädigt wird. Zu den Kulturgütern zählen auch Geländeformationen wie große Steine oder Felsen, die in der isländischen Folklore als „von Elfen bewohnt“ angesehen werden. Das kann der Fall sein, wenn zum Beispiel alte Märchen oder Erzählungen existieren, die dies annehmen. In solchen Fällen wird ein externes Gutachten von einer Person eingeholt, die als elfenkundig betrachtet wird.

Sogar Jesus kommt in der Esoterik-Lehre vor. Er wird als Weisheitslehrer gesehen, der uns vorausgegangen ist, aber nicht als der, der für unsere Sünden gestorben ist und somit den Weg zu Gott freigemacht hat.

Gott, so die Esoterik-Lehre, soll die Quelle aller Energie, aller Liebe und allen Lichtes sein. Das hört sich ja grundsätzlich gut an. Davon war auch Elke fasziniert. War es nicht das, was sie schon so lange gesucht hatte? Diese Sehnsucht nach Gott hatte sie schon als Kind gehabt. Wenn damals alle im Bett lagen, stand Elke wieder auf, setzte sich ans Fenster und betrachtete den Sternenhimmel.

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Sie war überzeugt davon, dass es da mehr geben musste, aber ihre Sehnsucht war nie gestillt worden. Im Gegenteil, Elke hatte sich ganz und gar von ihrem kindlichen Glauben abgewandt. Das Öffnen für die kosmischen Kräfte brachte übernatürliche Phänomene mit sich. Elke verließ, ohne dass sie es beabsichtigte, hin und wieder ihren Körper, meinte plötzlich Erinnerungen an vorherige Leben zu haben und entwickelte hellseherische Fähigkeiten. Dies alles sah sie positiv und als ein Zeichen ihrer voranschreitenden spirituellen Entwicklung. Was ihr allerdings zu denken gab, waren Ängste und Albträume, die vermehrt auftraten. Sie sah nachts manchmal dunkle schattenhafte Wesen in ihrem Zimmer.

Auf ihrem Weg zur Selbstfindung fühlte Elke sich sehr einsam, denn ihr Mann war nicht bereit, diesen Weg mit ihr zu gehen. Elke wurde immer rigoroser und egoistischer. Alles, was sie an ihrer Selbstverwirklichung hindern wollte, musste für ein „höheres“ Ziel zurückgelassen werden. Nach einigen Jahren suchte sie bewusst nach einem neuen Partner, der ihr Interesse teilen würde. Sie fand ihn während einer weiteren Zusatzausbildung zur spirituellen Therapeutin. Er hieß Martin, war Niederländer, Diplom-Psychologe und Buddhist. Elke verließ ihren Mann und zog nach Amsterdam, wo sie mit Martin eine Weile auf seinem Therapieschiff zusammenarbeitete. Nachdem das Schiff einem Feuer zum Opfer gefallen war, bauten sie es wieder auf, erkannten jedoch alsbald, dass sie den Menschen trotz ständiger Zuhilfenahme von alternativen Heilmethoden, wie z.B. Edelsteintherapie, Klangmeditation und Astrologie, nicht wirklich helfen konnten. Wieder fragte Elke sich, wie sie diese Leere in ihrem Leben wirklich füllen könnte. Schließlich verkauften sie das Schiff und begaben sich auf eine Weltreise. Diese Reise ging über Indien und Indonesien nach Australien. Sie hatten mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. In Australien waren Martin und Elke an einem absoluten Tiefpunkt angelangt, ihr Leben schien völlig wertlos und sinnlos zu sein. In diesem Zustand begegneten sie einem überaus fröhlichen Mann, der sie als Anhalter mitnahm. Sie wunderten sich, warum dieser Mann, ohne Zuhilfenahme von Drogen, so ansteckend glücklich war. Der Mann erzählte, dass Jesus ihn so glücklich machte und lud Elke und Martin kurzum zu einem Gottesdienst in seine Kirche ein. Zunächst war Elke ganz freudig gespannt aber das legte sich, sobald sie sah, dass die Kirche nur ein Schulgebäude war und sie sich sicher war, auch dort wohl keine Erfüllung ihrer Sehnsüchte finden zu können. Sie ging aber trotzdem mit zu dem Gottesdienst und war sehr beeindruckt.

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Wenn diese Menschen dort so von ganzem Herzen ihrem Gott singen konnten, dann musste dieser Gott auch lebendig sein, dachten sie. Am Ende des Gottesdienstes kam eine Frau auf Elke zu und fragte, ob sie mit ihr beten könne. Nach einigem Zögern stimmte sie zu. Die Frau begann zu beten und Elke spürte sofort, dass eine Macht durch sie sprach, die größer war als alles, was sie bisher erlebt hatte. Unsichtbaren Mächten war Elke inzwischen oft begegnet. Aber hier merkte sie: Es war Gott, der durch diese Frau sprach. Die Worte des Gebets trafen sie tief. Elke musste weinen und die Frau sprach ihr Vergebung ihrer Schuld zu.

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Plötzlich wurde Elke bewusst, dass sie trotz all ihrer Versuche, Gott näher zu kommen, in ihrem Egoismus weit entfernt von Gott gelebt hatte. Sie erkannte, dass in diesem Jesus Christus die Verbindung zu Gott lag, nach der sie sich seit ihrer Kindheit gesehnt hatte. Und so stimmte Elke zu, als die Frau sie fragte, ob sie von nun an mit Jesus leben und ihr Leben seiner Herrschaft unterstellen wollte.

Elke wusste, sie hatte gefunden, was sie so lange gesucht hatte. All ihre Bemühungen hatten sie nicht näher zu IHM gebracht, im Gegenteil: Sie hatten sie mit einer Geisterwelt verbunden, von der sie meinte, das wäre Gott. In ihrer Suche nach Selbstverwirklichung hatte Elke sich selbst immer mehr zum Maßstab aller Dinge gemacht. Inzwischen weiß sie jedoch: Wenn du dich an Jesus Christus orientierst, erfährst du, wer und wie du wirklich bist!!!

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Wir tragen ein Verlangen in uns, das durch kein natürliches Glück gestillt werden kann.

Clive Staples Lewis

 

Gott ist alles – wir brauchen nur ihn!

Er kommt zu uns Menschen.

Wir müssen nichts bringen.

In keiner anderen Religion kommt Gott zu den Menschen, sondern die Menschen müssen durch religiöse Übungen und Praktiken zu Gott kommen. Auch in der Esoterik.

Der Gott der Christen aber kommt in Jesus Christus zu uns. Jesus verließ die Herrlichkeit im Himmel und wurde Mensch. Er wurde in ärmliche Verhältnisse geboren, lag als Baby in einer einfachen Krippe. Nach seiner Geburt mussten die Eltern fliehen und lebten als Flüchtlinge in Ägypten (Matthäus 2,13 ff). Später reiste Jesus als mittelloser Wanderprediger durch Israel (Matthäus 8,20). Er endete am Kreuz von Golgatha von allen verlassen und verleugnet. Vor seiner Kreuzigung wurde er gefoltert und verspottet (Matthäus 27,28-50). Und das alles hat er für uns getan!!!

Die Esoterik ist nicht der Weg zu Gott, sondern Jesus alleine ist es!

Nur Gott kann all unseren Mangel ausfüllen. Nur er kann unsere Sehnsucht stillen. In ihm finden wir die Geborgenheit und all die Freude, die wir vergeblich hier auf der Erde suchen. Aber wir müssen gut aufpassen, denn der stressige Alltag und das tägliche Leben kann uns auch ganz schnell und unbemerkt wieder von Gott entfernen. Wir müssen uns bewusst entscheiden, in Gottes Nähe zu bleiben und ihn in alles mit einzubeziehen. Aus eigener Kraft können wir nichts schaffen. Selbst die größten, in Erfüllung gehenden Wünsche bringen uns nichts, wenn unser Herz nur daran hängt. Wenn wir und unsere Wünsche, Sehnsüchte und Träume und deren Erfüllung, Optimierung und Erreichung an erster Stelle stehen, werden wir niemals glücklich. Nachdem wir das eine haben, wollen wir gleich das nächste. Das hört niemals auf. Aber wenn wir Jesus unser Leben übergeben und Gott an erster Stelle steht, dann macht das was mit uns. Dann verändern wir uns. Und dann können wir mit dem, was Gott uns gibt, zufrieden sein.

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Wie in dem Weihnachtsblogartikel schon geschrieben, wünsche ich jeder einzelnen von euch diesen allumfassenden Frieden. Diesen Frieden Gottes, der uns ganz ausfüllt. Der uns glücklich macht, so dass wir nicht mehr suchen müssen. Den Frieden, der uns auch in schwierigen Zeiten trägt und der uns befähigt, harte Momente im Vertrauen auf Gott auszuhalten und durchzustehen.

 

Danke Elke, dass du uns diesen tiefen Einblick in dein Leben gewährt hast und dass du uns darauf aufmerksam gemacht hast, wie sich die Esoterik auch versucht in unseren Alltag einzuschleichen.

Wir müssen wachsam sein und Gott immer wieder bitten, auf uns aufzupassen.

Frauen

Mein Leben hat eine stabile Grundlage bekommen. Wenn ich Probleme habe, bespreche ich sie mit Jesus Christus. Er ist mein Gott, Vater, Freund, Ratgeber und mein Erlöser.“

Elke Kamphuis

 

Schaut euch zu diesem Thema auch gerne auf Elke und Martins Homepage um:

gateway

https://www.gateway-ev.de/home/

GATEWAY e. V. möchte im Durcheinander der spirituellen Angebote, in der jeder versucht, auf seine Weise Frieden und Lebenssinn zu finden und in der letztlich alles möglich ist, Orientierung geben und die Richtung weisen zu dem, der von sich sagt, dass er die Tür (Gate) und der Weg (Way) ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text-Quellen:

Begegnungen fürs Leben, SCM Brockhaus

http://www.naturheilverfahren-biblisch-hinterfragt.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Erla_Stef%C3%A1nsd%C3%B3ttir

https://www.gateway-ev.de/lebensberichte/lebensberichte.php?lb=8

 

 

Bildnachweise:

https://pixabay.com/de/fr%C3%BChling-tulpen-h%C3%BCbsche-frau-2298279/

https://pixabay.com/de/junge-frau-h%C3%BCbsch-rot-luftballons-2622725/

https://pixabay.com/de/milchstra%C3%9Fe-sternenhimmel-2695569/

https://pixabay.com/de/weihnachten-engel-hoffnung-3853935/

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https://pixabay.com/de/strand-m%C3%A4dchen-freizeit-im-freien-1868772/

 

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